Über mich

Ein Autodidakt, der aufgehört hat, auf Erlaubnis zu warten.

Die ehrliche Version meines Werdegangs — mit allem, was schiefging, und allem, was ich daraus gebaut habe.

Der Ausgangspunkt

Kein Abschluss, kein gerader Weg

Ich bin 22, aus Korneuburg bei Wien. Realgymnasium bis 2021, keine Matura. Was danach kam, war kein Studium, sondern eine Reihe von Anläufen: Finanzberatung bei OVB, Energieberatung, ein eigenes kleines Handelsgewerbe, das ich 2022 gegründet und beim Zoll registriert habe. Nicht jeder Anlauf hat funktioniert — aber jeder hat mir etwas beigebracht, das ich behalten habe.

Parallel dazu habe ich mir alles Technische selbst beigebracht. Nicht aus einem Lehrplan, sondern aus Neugier und der Sturheit, ein Problem nicht liegenzulassen, bevor es gelöst ist.

Der Wendepunkt

Vom Verkaufen zum Bauen

Irgendwann habe ich angefangen, KI nicht als Chatfenster zu benutzen, sondern als etwas, das man orchestrieren kann. Mein erstes echtes System hieß Genesis — ein Colab-Aufbau, der KI-Agenten in Runden autonom Aufgaben abarbeiten ließ. Es war unaufgeräumt und experimentell, aber es lief, und es hat mir gezeigt, dass ich Systeme bauen kann, nicht nur Skripte.

Daraus wurde Miguel: eine persönliche KI-Betriebsschicht, die heute seit über einem Monat ununterbrochen auf meiner Maschine läuft. Sie dirigiert mehrere KI-Modelle, hat ein eigenes Gedächtnis, eine Sprachsteuerung und rund fünfzigtausend Zeilen Code hinter sich. Ich habe nicht jede Zeile getippt — aber ich habe jede Entscheidung getroffen.

Mein Handwerk ist nicht, schneller zu tippen als andere. Es ist, KI-Systeme so zu dirigieren, dass am Ende etwas Echtes und Laufendes herauskommt — und ehrlich zu sagen, was echt ist.
Die Bandbreite

Was ich sonst noch angefasst habe

Ich habe eine Tool-Plattform mit über 260 funktionierenden Werkzeugen gebaut und veröffentlicht, ein getestetes Python-Paket mit 446 grünen Tests, ein veröffentlichtes npm-Paket für KI-Gedächtnis, und Agenten-Workflows, die mehrere KI-Anbieter verdrahten.

Und ich bin in Felder eingestiegen, die weit außerhalb meiner Ausbildung liegen: Ich habe mich in das Thema Antibiotikaresistenz eingearbeitet, zwei Gebrauchsmuster eigenständig ausgearbeitet und beim österreichischen Patentamt eingereicht — und später bewusst zurückgezogen, bevor Anmeldegebühren fällig wurden. Ein bewilligter FFG-Patent.Scheck über 10.000 € blieb ungenutzt. Dazu einen 118.000-€-Förderantrag geschrieben, der die formale Prüfung bestand und bis zum Fachgutachter-Interview kam.

Ehrlich dazu: Kein Patent wurde erteilt — ich habe die Anmeldungen selbst zurückgezogen. Der große Förderantrag wurde am Ende nicht bewilligt. Ich bin kein Antibiotika-Forscher. Der Punkt ist nicht das Fachgebiet — der Punkt ist, wie schnell ich mich in ein komplexes Feld einarbeiten und daraus etwas Strukturiertes machen kann.
Wohin ich gehe

Bauen, während ich nachhole

Ich hole gerade die Studienberechtigungsprüfung nach — Englisch, Mathe und Deutsch im Herbst 2026, Physik und Geografie im Frühjahr 2027 — um ab 2027 Wirtschaftsinformatik zu studieren. Aktuell finanziere ich mein eigenes Bauen über einen Vollzeitjob im Handel, bei Bauhaus, in der Projektkoordination beim Filialaufbau. Das hält mich bodenständig und termintreu.

Was ich suche: eine Rolle, in der ich meine Fähigkeiten endlich richtig einsetzen kann — bauen, automatisieren, dazulernen. Remote-fähig, tragbar neben dem Studium. Gib mir eine echte Aufgabe, und ich zeige an der Arbeit, was ich kann.

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